Wer fragt, antwortet nicht?

Ist ein Fragenbuch eine gute Idee? Oder irrelevant? Oder gar irreführend? Weil immer der Frager eine Richtung vorgibt und nicht der Antworter? Wer ist zu kritisieren: der Frager oder die Fragen? Wollen alle, die Fragen stellen, auch Antworten hören? Lautet die erste Frage, die sich ein Antworter stellen sollte: Will ich gefragt werden? Und wie soll das gehen: tiefgründige Fragen und leichtfertige Antworten? Hätte Kants Leitsatz nicht »Was soll ich tun?«, sondern »Was soll ich fragen?« lauten müssen? Können Fragen das unhinterfragte Wissen dekonstruieren? Setzt Fragen nicht ein bestimmtes Wissen voraus? Ist es nicht merkwürdig, dass man zwei Dinge unterscheiden muss: einerseits, dass alles Fragen irgendwann an ein Ende kommt, und andererseits, dass man, auch durch Fragen, immer wieder an denselben Punkt gelangt? ♦

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